Donnerstag, 3. Dezember 2009

Kuhstöckchen


Ich habe mich gestern Abend unbemerkt in den Keller geschlichen.
Dort machen die Menschen Wäsche und dort ist auch ein Raum, der für mich allein verboten ist. Dort stehen zwei riesige kalte weiße Kästen wo es sehr verlockend riecht. Dort sind meine Fleisch Essenssachen drin, die sind wenn man die rausholt ganz hart und eiskalt sind und brennen schrecklich, man bleibt mir der Zunge daran kleben wenn man daran leckt, aber wenn die über Nacht in der Küche stehengelassen werden, verwandeln die sich in saftiges Fleisch und duftenden Pansen. In diesem Raum sind auch Tüten und Netze mit trockenen, sehr harten Tierteilen von Schweinen und Kühen und Vögeln.

Ich habe eine Tüte davon erwischt, die anderen Sachen waren zu hoch. Das war eine Tüte mit harten braunen Stücken von Kuhstäbchen, die gibt es in kurz und lang, das sind die wo aber nur die Männerkühe die haben. Ich habe soviel wie es nur geht verschlungen, ich habe nicht gekaut. Ich habe so viele geschluckt wie an der Hand der Menschen Finger sind und ein Stück der Tüte.

Später nachts wurde mir furchtbar schlecht. Ich habe nicht gewinselt, sondern abgewartet, und dann ist das Essen auf meine Matratze und bei den Menschen auf die Tagesdecke rausgekommen, die vom Bett gerutscht war, zusammen mit meinem gesamten Abendessen, grüner Pansen und Reis und eine Banane. Es hat gestunken. Ich wollte es später essen und bin vorher eingeschlafen. Einer meiner Menschen, Markus, musste Nachts raus sein Bein heben und ist da rein getreten und ausgerutscht. Er fands Scheiße und hat laut geflucht und es weggemacht so dass auch Frauchen wach wurde. Ich weiß jetzt dass es Kotze heißt. Meine Matratze war auch schmutzig und ich hätte auf dem Boden schlafen müssen, daher durfte ich heute Nacht mit ins Bett und am Fußende schlafen. Toll!

Wenn ich wieder in den Keller komme, weiß ich was ich zu tun habe, dann kann ich jede Nacht mit meinen Menschen im Bett bleiben.

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